Mittwoch, 20. September 2017

Kalte Seele, dunkles Herz (Wendy Walker)

(Aus dem Amerikanischen von Maria Poets)



Verlag: FISCHER Scherz


Zum Inhalt:
  
»Ich stand frierend im Wald, von Furcht erfüllt zu scheitern. Es stand so viel auf dem Spiel. Sie mussten mir meine Geschichte glauben. Sie mussten Emma finden. Und um Emma zu finden, mussten sie nach ihr suchen. Es hing allein von mir ab, ob meine Schwester gefunden wurde.«
Früh an einem Sonntagmorgen im Juli ist Cassandra – Cass – Tanner plötzlich wieder da. Sie steht auf der Türschwelle ihres Elternhauses und sagt immer wieder „Findet Emma!“
Drei Jahre zuvor waren die 15-jährige Cass und ihre zwei Jahre ältere Schwester Emma spurlos aus der Kleinstadt in Connecticut verschwunden. Niemand konnte sich erklären, was passiert war. Es gab keine Hinweise, keine Zeugen, nur Emmas Auto am Strand, daneben ihre Schuhe, die Autoschlüssel und ihr Portemonnaie auf dem Sitz. Die Ermittlungen liefen ins Leere, Emma und Cass blieben vermisst.
Nur die forensische FBI-Psychologin Dr. Abby Winter hatte schnell eine Theorie zu diesem ungewöhnlichen Fall, eine Theorie, die nur zu schmerzlich mit ihrer eigenen Kindheit und Jugend in Verbindung steht. Aber niemand glaubte an ihre Sicht der Dinge.
Jetzt erzählt Cassandra, was Emma und ihr widerfahren ist. Je mehr sie preisgibt, desto klarer erkennt Abby, dass etwas an Cass‘ Geschichte nicht stimmen kann. Und dass sie selbst die ganze Zeit über recht hatte: Cassandra und Emma sind in keiner „normalen“ Familie groß geworden. Ihr Leben schien nach außen unbeschwert, war aber im Inneren eine psychische Hölle. Perfekte Täuschung, unbarmherzige Manipulation. 


 
persönliche Wertung: 

Als erstes möchte ich bei diesem Buch das ungewöhnliche Cover erwähnen. Ich finde es toll, dass es im Licht in allen Regenbogenfarben leuchtet. Dies bietet einen besonderen Kontrast zum sonst sehr schlicht gehaltenen Design.  
Kalte Seele, dunkles Herz beinhaltet eine nach meinem Empfinden sehr außergewöhnliche Geschichte. Sie ist sehr verwirren und lässt den Leser bin zum Schluss rätseln, was nun eigentlich mit den Mädchen passiert sein könnte... Mir hat der Anfang des Buches sehr gut gefallen, auch wenn sich relativ schnell wahnsinnig viele Fragen in meinem Kopf sammelten, bin ich gut in die Geschichte gestartet. Die Protagonisten sind interessant, bei einigen konnte ich sehr schnell für mich sagen, ob sie mir sympathisch sind oder eher nicht. Es gab aber auch Charakter, bei denen ich mir lange unschlüssig war, was ich von ihnen halten soll... Cass ist so ein Fall, ich wollte sie mögen und ihr und ihrer Geschichte auch Glauben schenken, aber irgendwie hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, irgendetwas mit ihrer Geschichte stimmt nicht. Allerdings konnte ich nicht so recht sagen, was mich störte, warum ich ihr nicht glaubte... Das hat die Autorin wirklich gut hinbekommen! 
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einerseits erfährt man von Cass, was ihr und ihrer Schwester zugestoßen ist, des Weiteren bekommt man Einblick in die Gedankenwelt von Dr. Abby Winter. Dr. Winters Gedanken finde ich neben der Geschichte über die Geschehnisse besonders spannend. Sie hat als Psychologin einen ganz besonderen Blick auf die Dinge. Die ihr gewidmeten Abschnitte beeinflussten meine Sicht stark.
Ich fand es toll, dass das Buch so viel Verwirrung und unerwartete Wendungen beinhaltete, leider war es mir aber im Mittelteil ein klein wenig zu langatmig. Ich hatte irgendwann kurz nach der Hälfte das Gefühl mich ein wenig zu langweilen, da einfach nichts passierte und sich die Geschichte in diesem Teil ganz schön zog. Dies führte dazu, dass meine Motivation zum Weiterlesen eher gering ausfiel und ich mich ab und an ein wenig durchringen musste, das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Zum Glück kam dann recht schnell ein super Ende, was mich wieder absolut von sich überzeugen konnte! Im Gegensatz zum Mittelteil überschlugen sich hier die Ereignisse. Toll finde ich, dass all meine Fragen, die sich während der Geschichte in meinem Kopf aufgebaut haben, zum Schluss beantwortet waren.  



Fazit: 

Eine Geschichte, die ich mit keinem bis jetzt gelesenen Buch vergleichen könnte. Es ist eine spannende Story, die mich trotz etwas fehlender Spannung im Mittelteil überzeugen konnte.



Bewertung: 

3,5 von 5 Sternen 




Ein großes Dankeschön an den Fischerverlag und Lovelybooks für dieses gesponserte
Rezensionsexemplar! ♥ 

Freitag, 15. September 2017

Was kann einer schon tun? (Peer Martin)



Peer Martin, Preisträger des Deutschen Jugendliteraturpreises 2016 mit seinem Buch Sommer unter schwarzen Flügeln, greift auch mit seinem neuen Buch wieder ein hochaktuelles Thema auf. "Was kann einer schon tun?" eine Frage, die sich wahrscheinlich jeder schon einmal gestellt hat... 
Doch gibt es überhaupt eine Antwort?

Verlag: Oetinger 

 

Zum Inhalt: 

Nicht wegschauen! Lesen! Handeln! Vor dem Hintergrund der Terroranschläge in Nizza, Istanbul und Berlin führt Peer Martin vier fiktive Gespräche an vier verschiedenen Orten. Er spricht mit seinem Hund Lola, seinen drei Kindern, einem jungen somalischen Flüchtling und einer deutschen Jugendlichen. Es geht dabei um all die Fragen, die viele von uns derzeit umtreiben, und um diese: Welche Perspektiven haben Jugendliche angesichts dessen, was ihnen die Generation vor ihnen hinterlassen wird?



persönliche Wertung: 

Nachdem ich "Sommer unter schwarzen Flügeln" von Peer Martin gelesen haben, gab es für mich gar keine andere Möglichkeit als sein Fan zu werden. Von daher war ich natürlich total begeistert sein neues Buch in den Händen zu halten! Ich finde es richtig toll, dass Peer Martin sich mit politischen Problemen auseinandersetzt und sie für die jüngere Generation greifbar macht. Er spricht Themen an, über die sich jeder selbst schon einmal Gedanken gemacht hat. Nach meinem Empfinden ist es sehr wichtig, dass es Menschen gibt, die genau das ansprechen und vielleicht sogar einigen die Augen öffnen!
Im Buch "Was kann einer schon tun?" führt der Autor vier Unterhaltungen in denen er den jeweiligen Gesprächspartner mit allen Fragen, die ihn zur jetzigen Lage auf dieser Erde beschäftigen, konfrontiert. Ich fand die Art und Weise, wie dieses Buch aufgebaut ist, sehr spannend. Schön finde ich auch, dass trotz des brisanten Themas der Humor im Buch nicht verloren geht. Peer Martin schafft es kritische Themen spielerisch zu benennen und den Leser zum Nachdenken anzuregen. Ich habe sehr lange und viel über die Worte/ Fragen des Autors nachgedacht und hätte sehr gern selbst eine Unterhaltung mit ihm geführt, ich glaube er ist ein toller Diskussionspartner...
Ich für meinen Teil konnte einige Gedankenansätze aus diesem Buch mitnehmen, die ich in mein Leben und in meine Ansichten einbauen möchte. 
Obwohl das Buch sehr klein und dünn ist, lässt es sich nicht so einfach in einem Zug durchlesen, ich habe es immer wieder zur Seite gelegt um erst mal über die Wort nachzudenken. 



Fazit: 

Ein Buch, welches den Zeitgeist perfekt trifft und welches hoffentlich ganz viele Menschen zum Nachdenken anregt! Mir hat es sehr viel gegeben!




Bewertung:

5 von 5 Sternen


Ein großes Dankeschön an den Oetinger-Verlag für dieses gesponserte Rezensionsexemplar! ♥
 

Freitag, 8. September 2017

Fünf Tage Sommer (Jessi M. Jones)


Liebe Jessi, vielen lieben Dank dafür, dass ich dein Buch lesen durfte.
Ich habe es auf jeder Seite geliebt! ♥





Zum Inhalt:

"Hat dich niemand gewarnt, mein Lieb?
Winterherzen schmelzen im Sommer."

Eine Liebesgeschichte, bittersüß und voller Poesie.

Ewa und Alec wachsen in einem idyllischen Dorf in Polen auf. Und aus ihrer tiefen Freundschaft erwächst bald schon eine zarte Liebe. Doch als Ewas Mutter mit Alecs Vater durchbrennt, werden die Freunde getrennt: Ewa muss gegen ihren Willen mit ihrem Vater weit weg nach Stuttgart ziehen. Alec und sie versprechen sich zwar, einander zu schreiben, aber Ewas letzter Brief an ihn kommt ungeöffnet zurück...

Die Jahre vergehen, Ewa ist mittlerweile achtzehn und wohnt mit ihrem Freund Richard in Berlin. Unverhofft trifft sie dort Alec wieder, der als Obdachloser auf Berlins Straßen lebt. Ewa ist geschockt, doch spürt sie die Verbundenheit zu ihrem Kindheitsfreund noch genauso intensiv wie damals. Natürlich muss sie Alec helfen! Aber die Jahre des Schweigens sind nicht ohne Folgen geblieben.




persönliche Wertung: 

Ein Buch, welches ich sehr ansprechend fand. Schon das Cover versprach ein wunderschönes Sommerbuch - die goldgelben Felder im Hintergrund und als Blickfang dieses junge Liebespaar - nach meinem Empfinden ein sehr ansprechendes, wunderschönes und auch vielversprechendes Cover. 
Auch der Klapptext hat mich sofort überzeugt. Zwei Freunde, die sich aus den Augen verlieren und nach Jahren der Trennung in einer nicht ganz optimalen Lage wieder aufeinander treffen. Besonders spannend fand ich ja den Umstand, dass Alec als Obdachloser auf Berlins Straßen lebt als er wieder auf Ewa trifft, die als Sozialarbeiterin tätig ist. Ich finde das ist eine sehr interessante Kombination, die mich sofort dazu gebracht hat das Buch lesen zu müssen!
Die Geschichte ist immer abwechselnd aus der Sicht von Alec und Ewa erzählt. Ich mag so einen Perspektivenwechsel immer sehr gern, wenn es nicht zu viele Menschen sind aus dessen Blickwinkel man die Geschichte erzählt bekommt. Aus der Sicht von Zweien, die dazu natürlich noch die Hauptpersonen der Erzählung sind, finde ich es toll - man kann sich durch diese Form des Erzählens so gut in beide Protagonisten hineinversetzten und hat auch das Gefühl beide wirklich kennen zu lernen. In diesem Buch ist dieser Stil echt perfekt. Zumal Ewa und Alec viele Jahre ganz unterschiedliche Leben führen und der Leser so beide Welten kennenlernt. 
Am Anfang ist Alecs Geschichte etwas intensiver erzählt, was aller Wahrscheinlichkeit nach daran liegt, dass es bei ihm einfach mehr wissenswertes für den Fortlauf der Handlung zu berichten gibt. Für meinen Geschmack war die Aufteilung, so wie sie die Autorin gemacht hat, perfekt. Ich bin vom Schreibstil eh total begeistert, Fünf Tage Sommer war ein Buch, welches ich einfach nicht aus der Hand legen konnte. Die Geschichte hat mich berührt und ich habe mich als Teil der Handlung gefühlt - dieses Gefühl liebe ich ja bei Büchern und es ist immer ein gutes Zeichen, wenn alles liegen bleibt und ich meine ganze Zeit zum Lesen verwende.

Alec ist ein sehr starker Charakter, er weiß was er will und arbeitet darauf hin. Zwar habe ich am Anfang nicht verstanden, warum er Ewa gegenüber auf Abstand geht, also was heißt nicht verstanden, verstanden habe ich es schon, aber ich habe die Augen verdreht und mir gedachte: "Typisch Mann!"... Ich bewundere ihn dafür, wie er sein Leben meistert und wie er mit den Situationen, in die er gerät umgeht. Er ist einfach ein echt toller Kerl.
Ewa ist eher zurückhaltend und ich muss gestehen, dass ich sie im Umgang mit ihrem Freund Richard nicht zu 100% toll finde. An vielen Stellen ist sie mir zu passiv, trotzdem mag ich ihren Charakter wahnsinnig gern, vor allem ihr soziales Engagement ist absolut bewundernswert! Unsere Welt braucht viel mehr Menschen wie Ewa.
Auch die Nebencharaktere der Geschichte sind super herausgearbeitet. Die Autorin schafft es, dass man die Obdachlosen mit ihren Geschichten lieber mag als verschiedene gutsituierte Zeitgenossen. ;) 
Das einzige kleine Manko dieses Buches für mich ist: dass es einfach viel zu schnell vorbei war. Ich hätte am liebsten noch so viel mehr über die beiden gelesen! ;)
 


Fazit: 

Eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Erwachsenwerden, den eigenen Weg finden, sozialem Engagement und natürlich der ganz großen Liebe! ♥ 
Dieses Buch ist eine absolute Empfehlung und für mich ein Traumsommerbuch! 



Bewertung: 

♥ 5 von 5 Sternen ♥ 

Dienstag, 5. September 2017

Albtraum (Margarete van Marvik)





Zum Inhalt: 

Franziska wird im September 1957 unter unmenschlichen Voraussetzungen auf der schwäbischen Alb in Münsingen geboren.
Schon im Mutterleib kämpft sie um das nackte Überleben. Alle Versuche ihrer Mutter, sie im Mutterleib zu töten, scheitern. Franziska überlebt und wird geboren.
Kaum hat sie sich von den Strapazen und Misshandlungen der Mutter erholt, muss sie um ihr Sein und um ein wenig Zuneigung kämpfen. Ihr Trauma ist es, ihre Existenz gegenüber sich selbst und den Behörden nicht beweisen zu können. Es gelingt ihr, mit viel Disziplin, starkem Willen und Glück zu überleben.



persönliche Wertung: 

Ein Buch, auf welches ich wegen des Covers aufmerksam geworden bin. Ich habe schon immer gern Bücher gelesen, die sich um Erfahrungsberichte handeln. 
Die junge Frau, die auf dem Cover abgebildet ist, sieht so traurig aus, dass ich einfach wissen musste, was ihr zugestoßen ist.
Leider bin ich nicht wirklich gut in diese Geschichte gestartet. Der Schreibstil ist absolut nicht nach meinem Geschmack. Trotzdem habe ich weiter gelesen, mit der Hoffnung, dass ich mich vielleicht daran gewöhne und doch noch einen Zugang zur Geschichte finde. Leider war dies in dem Fall für mich nicht so. Während des gesamten Buches hat mir die Verbindung zur Geschichte und auch zur Protagonistin gefehlt... Ich bin eigentlich ein sehr emotionaler Mensch und weine sehr oft mit und um Buchcharakter. Dieses Buch hat mich emotional aber gar nicht gepackt. Die Geschichte ist wirklich gruselig und Franziska passieren so viele schreckliche Dinge, dass ich sehr irritiert war, dass es mich so gar nicht berührt hat. Und so leid mir das tut, dies ist für mich ein riesiger Minuspunkt in einem Buch mit solch einer Geschichte.
Die Dinge, die dieser jungen Frau passieren sind einfach nur zum Fürchten. Ich kann gar nicht so richtig glauben, dass es so etwas zu dieser Zeit in Deutschland gegeben haben soll. Ich bewundere, dass Franziska nicht irgendwann aufgegeben hat - sie ist eine Kämpferin. Es ist so erschütternd, dass manche Menschen einfach kein Glück in ihrem Leben haben. Es ist so schwierig Vertrauen aufzubauen, wenn man in seinem Leben immer wieder enttäuscht wurde. Die junge Frau von der dieses Buch handelt hat meinen größten Respekt, auch wenn ich mir vom Buch bedeutend mehr erwartet hätte!


Fazit:

Für mich durch den viel zu sachlichen Stil leider eine Enttäuschung. Nach meinem Empfinden wird der Schreibstil dieser Geschichte absolut nicht gerecht! Sehr schade.


Bewertung: 

2,5 von 5 Sternen

Freitag, 1. September 2017

LOL. Mein geheimes Tagebuch (Lisa Azuelos)

( Aus dem Französischen von Elsbeth Ranke)



Zu diesem Buch werde ich eine etwas andere Rezension schreiben. 
Da ich den Film zum Buch echt liebe, möchte ich in meiner Rezension einen Vergleich führen.
Für mich fühlt es sich hier einfach richtig an über Film und Buch gemeinsam zu schreiben.
Seid gespannt! :) 

 

Zum Inhalt: 

»LOL« ist nicht nur der Chat-Ausdruck für »Laughing Out Loud«, also ein lautes Lachen, sondern auch der Spitzname der 15-jährigen Lola. Aber nach Lachen ist ihr gar nicht zumute, als sie aus den Sommerferien zurückkommt: Ihr Freund Arthur hat sie betrogen, und ihre Freundinnen erweisen sich auch nicht gerade als große Hilfe. Eigentlich konnte sie bislang immer alles mit ihrer Mutter Anne besprechen, doch seit neuestem ist auch das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter angespannt: Lola hat das Gefühl, dass sie von Anne immer noch wie ein kleines Kind behandelt wird, und dass Anne jetzt ausgerechnet noch einen Polizisten datet, bringt die beiden auch nicht enger zusammen. Verlass ist da nur noch auf ihr geheimes Tagebuch, dem Lola ihre intimsten Geheimnisse anvertraut …


persönliche Wertung:  

Den Film LOL habe ich vor Jahren einmal von meiner Mama zum Geburtstag bekommen und ihn seitdem unzählige Male gesehen. Ich meine natürlich den ursprünglichen Film und nicht den neuen amerikanischen, welcher mir zum Beispiel gar nicht gefallen hat. 
Irgendwann ist mir dann das Buch über den Weg gelaufen und ich musste es natürlich umgehend kaufen. Da gab es für mich gar keine Frage. Letztendlich hat es dann noch einige Zeit auf meinem SUB verbracht, bevor ich es jetzt vor wenigen Wochen endlich zur Hand genommen habe um es zu lesen.
Buch und Film liegen sehr nah beieinander. Nur die Erzählperspektiven unterscheiden sich ein wenig. Das Buch ist ein Tagebuch und in genau diesem Stil verfasst. Im Film wird dieses angedeutet, allerdings werden hier auch andere Perspektiven einbezogen. Mir persönlich gefällt die Erzählperspektive im Film besser, hier wirkt Lola irgendwie reifer als im Buch. Ich war sogar ein wenig enttäuscht vom Buch, da sie hier doch noch sehr kindlich wirkt. Das hat mir nicht so gut gefallen.

Schön finde ich, dass das Tagebuch wirklich liebevoll verziert ist. Zeichnungen und auch Fotos sind in den Text eingebunden und bringen hier durch die Bilder wieder eine tolle Verbindung zum Film. Ich finde dies ist toll gelöst. Auch die Tagebucheinträge sind niedlich und wem diese Art gefällt für den ist es perfekt. Mir persönlich hätte ein laufender Text aus Sicht von Lola besser gefallen.
Letztendlich bin ich der Meinung, dass es vom Schreibstil her gut zu jüngeren Lesern passen würde, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Themen dafür nicht doch ein bisschen zu "Erwachsen" sind. Schließlich geht es ja nicht nur um eine süße erste Liebe mit verschämten Küssen. Auch der Umgang mit Drogen ist eher für etwas älteres Publikum - zumindest nach meinem Empfinden...





Fazit: 

Leider hat mich das Buch eher etwas enttäuscht... Ich finde es nicht so richtig stimmig vor allem was die Altersgruppe der Leser betrifft. Vielleicht hatte ich aber auch durch den Film zu hohe Erwartungen...


Bewertung: 

3 von 5 Sternen

Dienstag, 29. August 2017

Ostwind - Auf der Suche nach Morgen (Lea Schmidbauer)





Zum Inhalt:

Der Frühling kommt nach Kaltenbach und Ostwinds Fohlen erobert alle Herzen im Sturm. Mika und Ora sind unzertrennlich. Doch in Maria Kaltenbach, die sich im Therapiebetrieb des Gestüts nicht gebraucht fühlt, erwacht der alte Ehrgeiz. Sie sieht das große Potenzial der jungen Stute und präsentiert sie auf einer Zuchtschau. Dort passiert etwas Schreckliches: Ora verschwindet spurlos! Als die Suche nach ihr im Sand verläuft, ist Mika am Boden zerstört und kurz davor, die Hoffnung aufzugeben. Bis Tausende Kilometer entfernt, in der Wildnis Andalusiens, ein schwarzer Hengst seine Herde verlässt und auf Petros Hacienda auftaucht. Wird Ostwind nach Kaltenbach zurückkehren – und wird es Mika und ihren Freunden gelingen, Ora zu finden?




persönliche Wertung: 

Weil es so schön war und ich am liebsten ein Teil dieser Geschichte wäre, habe ich gleich auch noch den nächsten Band der Ostwind - Reihe verschlungen.
Schon der Titel "Auf der Suche nach Morgen" war für mich sehr spannend, da ich keine Ahnung hatte, was es damit auf sich haben könnte. Da half nur Lesen und weil Autorinnen manchmal etwas gemein sind und natürlich wissen wie es geht, wird die Bedeutung erst am Ende der Geschichte offenbart.
Auch ihn diesem Teil finde ich es wieder sehr schön, dass die geliebten Charaktere der anderen Teile mit dabei sind. Schade finde ich allerding, und das ist mir auch schon beim letzten Band aufgefallen, dass Milan nach meinem Geschmack eine viel, viel zu kleine Position einnimmt. Im zweiten Band "Rückkehr nach Kaltenbach" habe ich ihn fest in mein Herz geschlossen und nun wird er in den Folgebänden irgendwie nur noch am Rand erwähnt, das gefällt mir leider so gar nicht! Für mich gehört auch er dazu und sein Charakter sollte definitiv mehr Raum bekommen.
Mika bleibt ihrer Linie treu, schön finde ich allerdings, dass sie Rücksicht auf die Gefühle ihrer Großmutter nimmt. Nach meiner Ansicht ist hier eine Entwicklung ihres Charakters zu erkennen, welche mir sehr gut gefällt. Vielleicht wird sie ja erwachsen... ;)
Natürlich gibt es wieder Schwierigkeiten, wie könnte es auch anders sein. :) Und Probleme löst Mika nicht allein, auch Sam und Fanny sind natürlich wieder mit dabei.
Dieses Abendteuer im 4. Ostwindteil fand ich sehr spannend. Lange blieb im Verborgenen, wer und was hinter dem Verschwinden von Ora steckt. Auf die Auflösung wäre ich persönlich nicht gekommen, was mir sehr gut gefallen hat.




Fazit: 

Auch "Ostwind - Auf der Suche nach Morgen" konnte mich als Ostwind-Fan von sich überzeugen. Das Buch beinhaltet ein spannendes Abenteuer, welches mich begeistern konnte. :) Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, Ostwind - Aris Ankunft, die am 23. Oktober 2017 erscheint.



Bewertung: 

4 von 5 Sternen 

Freitag, 25. August 2017

Ostwind - Aufbruch nach Ora (Lea Schmidbauer & Kristina Magdalena Henn)



"Ostwind - Aufbruch nach Ora" ist nach "Ostwind - Zusammen sind wir frei" und "Ostwind - Rückkehr nach Kaltenbach" der dritte Teil der Ostwind - Reihe. 




Zum Inhalt: 

Für immer vereint …

Mika ist endlich angekommen: Seit einem Jahr wohnt sie nun auf Kaltenbach, kann Ostwind sehen, wann immer sie möchte und auch Milan, der jetzt auf dem Hof arbeitet, ist an ihrer Seite. Außerdem ist Mika eine kleine Berühmtheit. Pferdebesitzer aus ganz Deutschland legen weite Strecken zurück, um das Therapiezentrum Kaltenbach zu besuchen. Alles könnte perfekt sein. Doch dann gibt es ein schreckliches Gewitter, ausgerechnet an dem Tag, an dem 34 ihr Fohlen zur Welt bringt. Danach ist nichts mehr, wie es war…


persönliche Wertung:  

Ich liebe ja die Ostwind - Reihe, Bücher sowie Filme finde ich super! ♥ Schon als Kind war ich total Pferdeverrückt, das steckt dann wohl auf ewig in einem! :) Dementsprechend habe ich mich natürlich auf das neue Abenteuer von Mika und Ostwind gefreut.
Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen, es ist immer sehr schön, wenn man die Protagonisten schon kennt und sich schon auf den ersten Seiten wieder wie zuhause fühlt. Mika ist wie eh und je, sie hat ihren eigenen Kopf, kann mit diesen ganzen Pferdehaltern, die der Meinung sind mit ihren Pferden stimmt etwas nicht, nichts anfangen. Ich finde es sehr schön, dass sie sich treu bleibt, sie liebt die Pferde und kann mit den Menschen dazu eben nicht ganz so viel anfangen...

Der größte Teil des Buches spielt in Andalusien. Ich finde es toll, da ich selbst schon einmal dort war und aus dem Träumen gar nicht mehr raus kam! Mika landet bei der Suche nach der Herkunft von Ostwind auf einem Gestüt in Andalusien, hier findet sie neue Freunde, die ich wundervoll finde. Gerade Sam ist ein super Charakter. Schön finde ich, dass im Laufe des Buches auch geliebte Charaktere der anderen Bände wieder auftauchen. 
In Andalusien oder noch genauer gesagt in Ora, gibt es noch wild/ frei lebende Pferde. Doch deren Freiheit wird bedroht, natürlich kann Mika in diesem Fall nicht wegsehen... 
Die Landschaft und auch der Kampf um die Freiheit der Pferde ist super beschrieben, ich wäre am liebsten auch mit dort gewesen. 


Fazit: 


Eine tolle Fortsetzung der Ostwind - Reihe. Wer die ersten Bücher mochte, den wird auch dieses begeistern! :)



Bewertung: 

4,5 von 5 Sternen